Mehr als ein Messestand: Wie Sedus auf der ORGATEC neue Perspektiven auf die Arbeitswelt eröffnet

Mehr als ein Messestand: Wie Sedus auf der ORGATEC neue Perspektiven auf die Arbeitswelt eröffnet

Morgen öffnet die ORGATEC ihre Türen. Mit welcher Botschaft geht Sedus in diesem Jahr nach Köln?

Das Leitmotiv des diesjährigen Sedus Messeauftritts auf der ORGATEC lautet: „SPACES THAT CARE – Wellbuilding for Human Nature.“

Wir sind überzeugt: Nicht der Mensch sollte sich dem Raum anpassen, sondern der Raum den Bedürfnissen des Menschen. Denn Räume sind weit mehr als die Summe ihrer Einrichtung. Sie beeinflussen, wie wir uns fühlen, wie wir denken, wie wir zusammenarbeiten und was wir leisten können.

Deshalb denken wir Arbeitswelten konsequent vom Menschen aus. Auf der Grundlage eines tiefen Verständnisses menschlicher Bedürfnisse, Verhaltensweisen und unterschiedlicher Arbeitsweisen gestalten wir Räume, die Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit gleichermaßen fördern.

Diesen Anspruch nennen wir „Wellbuilding“ – die Verbindung von Wohlbefinden und Raumgestaltung. Es geht nicht mehr nur darum, Räume einzurichten. Es geht darum, die Voraussetzungen zu schaffen, damit Menschen ihr Potenzial entfalten können.

Sie haben sich für einen Messeauftritt entschieden, der bewusst über die klassische Präsentation einzelner Möbel hinausgeht. Was war der ausschlaggebende Gedanke hinter diesem neuen Ansatz?

Stellen Sie sich eine Symphonie vor: Eine einzelne Note ist noch keine Musik. Erst wenn Noten zu Akkorden werden und diese in einer durchdachten Komposition zusammenfinden, entsteht etwas, das uns wirklich berührt.

Ähnlich verstehen wir die Gestaltung von Arbeitswelten. Unsere Produkte sind die einzelnen Noten – mit Präzision entwickelt und gefertigt, um Menschen in unterschiedlichen Arbeitssituationen bestmöglich zu unterstützen. Im Zusammenspiel entstehen daraus Worksettings, die wiederum Teil einer größeren räumlichen Komposition werden.

Dabei geht es um weit mehr als Möbel: Farben, Materialien, Texturen, Haptik, Licht und Akustik müssen aufeinander abgestimmt sein. Erst ihr Zusammenspiel schafft Atmosphäre, Identität und eine ganzheitliche Raumerfahrung.

Genau das möchten wir auf der ORGATEC erlebbar machen: keine Ausstellung einzelner Produkte, sondern eine Komposition aus Räumen, die auf den Menschen abgestimmt sind.

In der Architektur heißt es oft, dass Räume Geschichten erzählen. Welche Geschichte möchten Sie mit dem Sedus Messeauftritt erzählen?

Wir sprechen gerne von der Kraft des Raumes. Denn Räume sind niemals nur Kulisse. Sie beeinflussen, wie wir denken, fühlen und handeln.

Was braucht ein Raum, damit Kreativität entsteht? Damit Menschen produktiv zusammenarbeiten, sich konzentrieren, zur Ruhe kommen oder neue Energie schöpfen können? Und manchmal geht es einfach darum, gemeinsam bei einer guten Tasse Kaffee einen Moment zu genießen.

Räume können mehr erzählen als viele Bücher. Sie nehmen uns ein – und wir nehmen sie ein. Wir prägen sie durch unsere Anwesenheit, unsere Aktivitäten und unsere Begegnungen. Und sie prägen wiederum unser Erleben und Verhalten.

Entscheidend ist, dass ihre Gestaltung auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Menschen eingeht. Genau diese Kraft des Raumes möchten wir auf der ORGATEC nicht nur zeigen oder erklären. Wir möchten sie spürbar machen.

Die Arbeitswelt ist von Veränderungen und teilweise widersprüchlichen Anforderungen geprägt: mehr Flexibilität, mehr Effizienz, aber auch mehr Menschlichkeit. Welche Antworten kann die Gestaltung von Arbeitsumgebungen darauf geben?

Vielleicht liegt die eigentliche Herausforderung darin, diese Anforderungen nicht länger als Gegensätze zu betrachten. Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit müssen kein Kompromiss sein. Im Gegenteil: Unter den richtigen Bedingungen können sie sich gegenseitig verstärken.

Genau hier setzt unser Verständnis von „Wellbuilding“ an. Wir beschäftigen uns mit der Frage, welche räumlichen, gestalterischen und organisatorischen Rahmenbedingungen Menschen in unterschiedlichen Arbeits- und Lebenssituationen bestmöglich unterstützen.

Die Grundlage dafür bilden Forschung, die Zusammenarbeit mit Universitäten und die systematische Auseinandersetzung mit menschlichen Bedürfnissen, Verhaltensweisen und Arbeitsmodi. Entscheidend ist jedoch, dieses Wissen in konkrete Lösungen zu übersetzen.

Dafür haben wir ein Instrumentarium entwickelt, das von der Farb- und Materialgestaltung über die Analyse unterschiedlicher Arbeitsaktivitäten bis hin zu abgestimmten Worksettings und ganzheitlichen Raumkonzepten reicht.

Unser Ziel ist nicht, zwischen Effizienz und Menschlichkeit abzuwägen, sondern Arbeitswelten zu gestalten, in denen das eine das andere ermöglicht.

Ein besonderes Augenmerk liegt in diesem Jahr auf dem Zusammenspiel unterschiedlicher Office-Bereiche bzw. Habitate. Was können Sie zu diesem neuen Ansatz bereits verraten?

Den Begriff „Habitat“ kennen wir aus der Biologie. Er bezeichnet einen Lebensraum, dessen spezifische Umweltbedingungen im Zusammenspiel ideale Voraussetzungen für bestimmte Lebensformen bieten. Warum sollte das in der Arbeitswelt anders sein?

Wir verstehen moderne Arbeitswelten als ein Zusammenspiel unterschiedlicher Lebensräume. Denn kreative Ideen entstehen unter anderen Bedingungen als konzentriertes Arbeiten, produktive Zusammenarbeit oder informeller Austausch. Jede dieser Aktivitäten stellt eigene Anforderungen an Raum, Atmosphäre und Gestaltung.

Auf dieser Grundlage haben wir fünf zentrale HABITATS identifiziert. Sie übersetzen unterschiedliche Arbeitsweisen und Formen der Interaktion in ganzheitlich gestaltete Raumwelten – von der räumlichen Struktur über Farben, Materialien und Licht bis hin zu den passenden Worksettings.

Wie in einem funktionierenden Ökosystem kommt es nicht nur auf die einzelnen Elemente an, sondern auf ihr Zusammenspiel. So gestalten wir nicht einfach Räume für bestimmte Tätigkeiten. Wir schaffen die Bedingungen, unter denen Menschen diesen Tätigkeiten bestmöglich nachgehen können.

Neue Produkte gehören selbstverständlich zu einer ORGATEC. Welche Rolle spielen die Neuheiten in diesem Jahr innerhalb des Gesamtkonzepts?

Sedus hat sich in den vergangenen Jahren vom klassischen Büromöbelhersteller zu einem ganzheitlichen Lösungs- und Dienstleistungsanbieter entwickelt. Damit hat sich auch der Blick auf Produktinnovationen verändert. Entscheidend ist nicht, wie viele neue Produkte präsentiert werden, sondern welche neuen Möglichkeiten sie eröffnen.

Wenn wir bei unserem Bild der Symphonie bleiben, sind die Produkte die einzelnen Noten. Um die fünf HABITATS in ihrer ganzen Vielfalt gestalten zu können, hat Sedus das Portfolio gezielt weiterentwickelt, ergänzt und bestehende Lücken geschlossen.

Das Spektrum reicht von modularen Banksystemen für Work Cafés, Restaurants und informelle Begegnungszonen über vielseitige Meeting Chairs und kompakte Sofas bis hin zu neuen Größen der Telefon- und Rückzugskabinen sowie einer neuen Generation ergonomischer Bürodrehstühle für gesundes, konzentriertes Arbeiten.

Jede Neuheit hat ihren eigenen Wert. Ihre eigentliche Stärke entfaltet sie jedoch im Zusammenspiel mit den anderen. So entsteht aus einem umfassenden Produktportfolio ein durchdachtes Lösungsangebot, das Architekten und Planern neue gestalterische Möglichkeiten für unterschiedlichste Arbeitswelten eröffnet.

Sedus möchte mit dem Messeauftritt nicht nur inspirieren, sondern auch neue Impulse für die Planung und Gestaltung von Arbeitswelten geben. Was sollen insbesondere Architekten, Planer und Entscheider aus dem Besuch für ihre eigenen Projekte mitnehmen?

Im Idealfall nehmen die Besucher mehr mit als neue Produkte und schöne Bilder. Sie entdecken neue Perspektiven, konkrete Gestaltungsideen und Instrumente, die sie in ihren eigenen Projekten weiterbringen – von inspirierenden Rauminszenierungen bis hin zu praktischen Planungshilfen wie unserem Farbkochbuch.

Doch mindestens genauso wichtig ist der persönliche Austausch. Sedus forscht, beobachtet, hinterfragt und übersetzt Erkenntnisse in konkrete Lösungen. Aber die spannendsten Ideen entstehen oft dort, wo unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Disziplinen aufeinandertreffen.

Wenn Architekten, Planer, Kunden, Entscheider und Fachhandel miteinander ins Gespräch kommen, Fragen stellen, Erfahrungen teilen und gemeinsam neue Möglichkeiten ausloten, entsteht etwas, das weit über einen Messebesuch hinausgeht.

Mein Wunsch ist deshalb nicht nur, dass wir Menschen inspirieren, sondern dass wir uns gegenseitig inspirieren. Dass aus Wissen neue Fragen entstehen, aus Gesprächen neue Erkenntnisse und aus diesen Erkenntnissen Ideen, die unsere Arbeitswelten ein Stück besser machen.

Zum Abschluss: Wenn die Besucher den Sedus Stand wieder verlassen – mit welchem Gedanken oder Gefühl sollten sie idealerweise nach Hause gehen?

Mit einem guten Gefühl. Mit Freude, Vertrauen und der Zuversicht, dass sich vieles zum Besseren gestalten lässt. Und vielleicht auch mit der Erkenntnis, dass gute Lösungen nicht immer kompliziert sein müssen.

Unsere Arbeitswelt ist komplex genug. Umso wichtiger ist es, Räume zu schaffen, die Orientierung geben, Leichtigkeit vermitteln und Menschen darin bestärken, ihre Möglichkeiten zu entfalten.

Manchmal müssen wir die Dinge einfach machen. Und manchmal müssen wir sie einfach machen!

Wenn die Besucher den Sedus Pavillon mit neuer Inspiration, einem Lächeln und der Lust verlassen, selbst etwas zu bewegen, dann haben wir viel erreicht.

Besuchen Sie Sedus vom 27. bis 30. Oktober auf dem Messestand in Halle 6.1. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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